Oldenburger STACHEL Ausgabe 7/97     Seite 8
 
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Das "Welthaus Oldenburg" ist auf den Weg gebracht...

Geschafft! Mitte März 1997 gründeten wir, die wir uns kontinuierlich seit Jahren, unbezahlt oder bezahlt, im interkulturellen und "Dritte Welt"- Bereich engagieren und/oder mit frauen- und umweltpolitischen Fragestellungen beschäftigen, den Verein "Welthaus Oldenburg".

Der Verein ...

Wir wollen "insbesondere die Förderung von Aktivitäten, die geeignet sind, hierzulande das Verständnis für Kulturen und soziale sowie ökonomische Bedingungen der Länder des Südens zu steigern und die Vernetzung internationaler ökologischer Bedingungen aufzuzeigen" (Auszug Satzung). Dazu soll vor allem die entwicklungspolitische und interkulturelle Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in all ihren Facetten dienen.

Gemeinsam mit dem Oldenburger Verein "IBIS - Interkulturelle Arbeitsstelle e.V." und dem VEN (Verein zur Förderung vonentwicklungspolitischen Initiativen und Entwicklungszusammenarbeit in Niedersachsen e.V.) streben wir darüber hinaus den Aufbau eines "Welthauses Oldenburg" an, dessen ideelles und politisches Dach der gleichnamige Trägerverein sein wird.

...und die Projektidee:...

Viele der "Globalen Probleme", wie etwa Umweltzerstörung, ökonomische Ausbeutung insbesondere der sog. "Dritten Welt", aber auch Rassismus, Migration und Flucht finden nicht nur ihren Ursprung, sondern auch ihren Lösungsansatz auf lokaler Ebene. Auch und gerade im entwicklungspolitschen und interkulturellen Bereich. Um die Zukunft für diese und nachfolgende Generationen lebenswürdig zu gestalten, sind die notwendigen Veränderungen unserer Überzeugung nach daher nicht durch die klassische Entwicklungshilfe zu erreichen, sondern primär durch Schaffung und Unterstützung von Strukturen, die hier Veränderungen initiieren wollen.

...ein "Welthaus Oldenburg"...

Wir wollen daher in der Stadt Oldenburg langfristig einen Ort schaffen,

· an dem nicht belehrend argumentiert wird und der keine Berührungsängste produziert bzw. bestehende ernst nimmt,

· der Menschen Handlungsalternativen aufweist, wie sie in ihrem Alltag soziale, ökologische und politische Verantwortung im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten übernehmen können,

· der aus der ideellen und wirtschaftlichen Nische, in der sich die entwicklungspolitische Szene nachwievor befindet, heraustritt,

· an dem politische Bildung, Informations- und Aufklärungsarbeit, nicht-profitorientierter Handel und Geselligkeit gleichberechtigt nebeneinander stehen und

· nicht zuletzt ein Ort, an dem Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlichster Motivation, Qualifikation, Biographien und unterschiedlichem Status in selbstbestimmten und -verwalteten Organisationsstrukturen stattfinden kann und sinnvolle, sozial- und umweltverträgliche Arbeitsplätze entstehen sollen.

Mittelfristig sollen zunächst einmal zentral gelegene Räumlichkeiten angemietet werden, die den Vereinen "Welthaus Oldenburg" und "IBIS", einem professionellem Weltladen sowie dem Gruppenberater des VENs Platz bieten.

... mit einem bundesweit einmaligem Charakter!

Das von uns geplante "Welthaus Oldenburg" weist dabei bundesweit einen einmaligen Charakter auf: Bildungs- und Informationsarbeit interkultureller und entwicklungspolitischer Initiativen sowie professionell betriebene, nicht-profitorientierte Geschäftsbereiche befinden sich unter einem Dach!

Erstmals werden diese verschiedenen Konzepte politischen Handelns an einem Ort in dieser Art und Weise miteinander verknüpft.

Durch die räumliche und inhaltliche Nähe politischer Initiativen und gewerblicher Bereiche erwarten wir uns neue Impulse für die entwicklungspolitische und interkulturelle Arbeit in Oldenburg.

Einmalig ist im "Welthaus Oldenburg" auch die Kombination der gewerblichen Bereiche, die alle Teil einer Gesellschaft sind und kooperativ nach dem Prinzip der Solidargemeinschaft arbeiten:

· Weltladen:

Er wird gemäß den Kriterien für den alternativen "Dritte Welt Handel" agieren und wird neben einer Reihe von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs eine große Palette an (kunst-)handwerklichen Produkten vertreiben. Mit an dem Normalhandel angepaßten Öffnungszeiten und einem entsprechendem Ambiente wollen wir den sensibilisierten VerbraucherInnen in Oldenburg eine weitere Möglichkeit bieten, Waren aus dem solidarisch-partnerschaftlichem Handel zu erwerben. Da wir keine Konkurrenz zu vorhandenen Weltläden in und um Oldenburg sein wollen, streben wir eine enge Zusammenarbeit mit diesen an.

· Politische Buchhandlung:

Sie wird neben dem üblichen Standardsortiment vor allem Bücher und Zeitschriften zu den Themenschwerpunkten "Dritte Welt", "Interkulturelles", "Frauen" und "Ökologie" anbieten. Eine Besonderheit wird der Verkauf von CDs aus dem Bereich "Weltmusik", d.h. von Musik aus aller Welt, die sich jenseits von gängigen Folklore-Klischees bewegt, sein.

· Café:

Das Café ist das Herzstück des "Welthauses". Es soll mit seinem ansprechenden Ambiente dazu dienen, Laufkundschaft anzusprechen -und somit eine Art "Türöffner-Funktion" übernehmen- oder einfach zum Verweilen einladen. Das Café wird Ausstellungen, Lesungen und andere kulturelle Ereignisse sowie internationale Zeitungen und solche aus den Bereichen "Dritte Welt" und Interkulturelles bieten. Die Speisen und Getränke sollen vor allem aus Produkten des alternativen Handels bzw. regional erzeugten Lebensmitteln aus kontrolliert-biologischem Anbau bestehen.

Nicht zuletzt Mehrzweckräume und eine "Mediathek" runden das vielfältige Angebot des "Welthauses Oldenburg" ab.

Und wie geht's weiter?

Nach der Gründung des Vereins steht -neben der inhaltlichen Arbeit- nun vor allem die intensive Suche nach UnterstützerInnen und nach einem entsprechenden Gebäude an.

Nähere Informationen, wie Sie/Ihr zum Gelingen des "Welthauses Oldenburg" beitragen können/könnt (z.B. über Möglichkeiten der Fördermitgliedschaft oder finanzieller Beteiligung an dem "Welthaus"), erhalten Sie/erhaltet Ihr beim

"Welthaus Oldenburg"

Donnerschweer Str. 12

26123 Oldenburg

Tel.: 0441/ 88 40 02

Fax: 0441/ 984 96 06

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