Folge 7: Als Tramper durch die Milchstraße zum Zentralstern
Science-Fiction hat mit der Astronomie in der Regel weniger zu tun, als die Menschen gemeinhin annehmen. Die vergangene Ratssitzung zeigte jedoch deutlich auf, daß der Oldenburger Stern nicht nur Parallelen zur Astronomie, sondern auch zur Science-Fiction-Literatur aufweist.
Blicken wir ins Jahr 2002. Ein Redakteur des 20 Jahre alten Stachel steht an der Nadorster Straße, hat um 20 Millisekunden den OmniBus verpaßt und droht nun auch noch die DatenBundesBahn zu verpassen. Er hält seinen Daumen raus, ein netter AutoUnmobilfahrer hält und kurvt den 'Anhalter durch die Galaxis' zum Oldenburger Stern. Wer heute die Galaxis, zu Deutsch: Milchstraße, und ihre Verlängerung kennt, weiß, daß es eng ist und ein Ausbau... lassen wir das.
Das Buch mit dem erwähnten Titel, das durch einen Zeitsprung lange vor diesem Ereignis erscheinen konnte, berichtet von einer ziemlich unausstehlichen Art von Außerirdischen, den Vogonen, deren besondere Fähigkeit es ist, unschätzbar schlecht zu singen. Diese bauten,... äh moment,... werden eine Hyperraumumgehungsstraße bauen und dafür die Erde in die Luft sprengen, weil sie im Wege stehen wird. So schreibt es jedenfalls die Trilogie vor(her). Die ahnungslosen Bewohner hatten... schon wieder die falsche Zeit ... werden gepennt haben, werden sie doch die Bebauungspläne auf dem 4,3 Lichtjahre entfernten Stern Alpha Centauri hätten einsehen und Beschwerde einlegen können.
Welche Ähnlichkeiten tun sich da auf! Die Vogonen sind in der Allbevölkerung ungeliebt - die Bauplaner in Oldenburg auch. Die betroffenen Menschen erfuhren erst kurz vor dem Vollzug von ihrem Schicksal - wie hier. Gebaut werden soll eine Hyperraumumgehungsstraße - Oho, wenn das mal nix feines ist für die Schweer, die durch die neue Straße Donnern werden. Zum Glück aber gab es Stellen, wo die Pläne gesichtet werden konnten. Wer sich nicht kümmerte, war selbst Schuld - jedenfalls im Buch (abgesehen davon, daß die Menschen darin keine interstellaren Reisen mit einem ISE (InterStellaExpress) der Bahn AG machen konnten - wie auch, sie hatten keinen Oldenburger Sternbahnhof.) Und es wird die Erde, der Wohnraum von Menschen vernichtet - auch das paßt! Mit Wohnen ist da nix meer. Zurück wird eine Trasse bleiben für eine Straße, die Karl... äh, Kahl ist.
Nix geht also über eine kahle Karlstraße, die als Verlängerung einer Galaxis oder Milchstraße direkt zum Oldenburger Stern führt und dabei sogar noch eine Hyperraum-Umgehungsstraße der Vogonen kreuzt. Wohl dem, der nicht dort wohnt. Hyperraumstraßen haben übrigens nix mit HyperText-Links zu tun, auch wenn erstens sowohl Links als auch Straßen Verbindungen (oder vielmehr genau das Gegenteil) schaffen und zweitens dieser Text, wie alle anderen des Stachel, auch über Hypertextlinks im Internet erreichbar sind... aber das ist neben-Sächlich. Haupt-Männlich nämlich sind die Bau-Planer.
Übrigens wird in späteren Kapiteln des besagten Romans eindrucksvoll und unwiderlegbar bewiesen, daß der Bau der Umgehungsstraße und der Ausbau der Verlängerung der Galaxis und überhaupt alles und der ganze Rest, völlig unsinnig und unnötig gewesen sein wird.
Parallelen ziehen ist Hausaufgabe bis zum näxten Mal.
muh