Um die geplante Reform des Ministerpräsidente n Gerhard Schröder zu verhindern, wurde der Streikaufruf des Niedersächsischen Schülerrates in Oldenburg von ca. 5 000 Schülern befolgt.
Die Schüler der IGS-Marschweg sahen sich aus demselben Grund gezwungen, vom 21.3. bis zum 23.3.95 zu streiken. Die Schülervetretung der IGS Marschweg nahm im voraus mit anderen Schulen Kontakt auf und organisierte auf der Grundlage eines Schülervollversammlungsbeschl usses den Streik.
Der erste Tag begann mit einer weiteren Vollversammlung, auf der die einzelnen Gruppen ihren LeiterInnen und Aufgaben zugeteilt wurden. Die Jahrgänge fünf bis sieben entwicklten Slogans wie z.B. "Schröder macht uns blöder" und "Meine Oma ist 60, mein Lehrer auch". Sie malten Plakate für den bevorstehenden Protestmarsch am Mittwoch. Außerdem verkauften sie den von den Eltern gespendeten Kuchen, um die Streikkasse der Schülervertretung aufzufüllen. Die SchülerInnen des achten und neunten Jahrgangs betreuten in Teams das Geschehen der unteren Jahrgänge. Außerdem erarbeiteten sie in Gruppen Flugblätter und bereiteten eine Unterschriftenaktion vor. Sie dokumentierten die Berichterstattung in den Medien, komponierten Streiksongs und führten Straßenbefragungen durch.
Am 22. März nahm die gesamte Schülerschaft der IGS-Marschweg am Protestmarsch gegen den geplanten Bildungsabbau teil.
Der letzte Streiktag diente der Auswertung, Nachbereitung und Präsentation der Ergebnisse.
Sven Bohnert, Eric Sohns