Aktionstag in Oldenburg am 21.5.95
MOA ist ein bundesweiter Aktionstag, der an keinen Verband gebunden ist, sondern bietet nur einen Rahmen, den jedeR nach seinen bzw. ihren Vorstellungen gestalten kann.
Die schwerwiegenden Probleme, die Autoverkehr mit sich bringt, sind allgemein bekannt. Als Stichpunkte seien nur folgende Bereiche angesprochen:
- Klimaveränderung (28% der CO2 Emissionen stammen vom Autoverkehr)
- Verkehrsopfer (jährlich 10.000 Tote und 500.000 Verletzte)
- Gefährdung menschlicher Gesundheit (durch Schadstoff- und Lärmemissionen)
- Waldschäden (2/3 des deutschen Waldes sind geschädigt; Hauptursache: NOx aus Autoverkehr)
- Landschafts- und Flächenverbrauch (unwiederbringliche Ressourcen werden ineffizient aufgebraucht)
Dennoch wird immer weiter in neue Straßen investiert. Umdenken ist angesagt. Das bedeutet eine Wende in der Verkehrspolitik, die öffentlichen Verkehr sowie den Belangen von FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen Vorrang einräumt.
Nun heit es was machen, um zu zeigen, daß umweltfreundliche Mobilität möglich ist. Wir wollen unsere Zeit nicht damit verbringen, Autos zu verteufeln, sondern Alternativen aufzeigen und klarmachn, daß Mobil Ohne Auto zu sein eine Steigerung der Lebensqualität bedeutet.
- Die größte Fahrradwerkstatt der Welt: Auf dem Marktplatz mit vielen Leuten zusammen Fahrräder reparieren. Wir könnten Leute einladen, die sich gut auskennen, damit sie anderen etwas zeigen.
- Autofreier Samstag: Im Vorfeld überall propagieren, das Auto den ganzen Tag zu Hause zu lassen.
- Mobilitätsralley: Wer ist am Mobilsten? Das festzustellen, ist gar nicht so einfach. Wir wollen ein Auto gegen RadfahrerInnen und FußgängerInnen auf einem kurzen Stück in der Innenstadt antreten lassen - zwischndurch muß aber jeder anhalten, um die Kosten für sein Verkehrsmittel abzuarbeiten. Mal sehen, wer zuerst ankommt, denn AutofahrerInnen arbeiten am Längsten.
Das sind nur Ideen. Wenn Euch etwas anderes einfällt, bringt Euch ein!
Wenn Du interessiert bist, melde Dich im Jugendumweltbüro Oldenburg (0441/33483) oder beim ADFC Oldenburg (0441/15878). Wir brauchen noch viele Leute und treffen uns voraussichtlich am Dienstag, den 4.4. im Umwelthaus in der Peterstr. 3 (rechts ums Kulturzentrum gehen, dann kleiner Weg links dort, wo Du es bestimmt nicht erwartest.