Bäume fällen Rat
"Das ist ja wie im Kabarett", sagte ein Zuschauer gegenüber dem Stachel nach der Novemberratssitzung um 18 Uhr 45. "Sogar eine Viertelstunde Pause gab es zwischendurch."
So lustig fanden das die Ratsmitglieger allerdings nicht. Zuerst war nur die eine Hälfte sauer, danach nur die andere. Was war geschehen?
Der Umweltausschuß hatte der Fällung zweier Bäume für die Fahrradstation am Waffelplatz zugestimmt. Der Verwaltungsausschuß fand dieses nicht so gut und lehnte das Papier als Vorlage für den Rat ab. Deshalb strich der Herr Oberbürgermeister den Punkt von der Tagesordnung und sagte das dem Rat. Dieser protiestierte, genauer: ein Teil von ihm. Die SPD arbeite mit Geschäftsordnungstricks, meinten die Grünen und die CDU. Sie wolle die Fahrradstation nicht am Waffenplatz, weil dann mehr Leute durch die Heiligengeiststraße radeln. - Nein, es gäbe weitere Pläne und die Bäume müßten gar nicht gefällt werden, hatte der Herr Oberstadtdirektor in Erfahrung gebracht. Das erstaunte einige Ratsmitglieder . Später staunte auch der Herr Oberbürgermeis ter, als er nämlich die Tagesordnung ohne den Punkt Fahrradstation genehmigen lassen wollte. SPD und FDP wollten das auch und brachten 23 Stimmen zusammen. Die Gegner CDU, Grüne und Rettig waren sich einig, dagegen und 24. Und so wurde das Programm vertagt auf den 5.12., mit einem Antrag der Grünen, das Thema Fahrradstation zu behandeln.