Ein Selbsterfahrungsseminar für Frauen mit Eßstörungen bietet die Evangelische Familienbildungsstätte am Wochenende 2.- 4.12. an. Anliegen des Kurses ist die Erhöhung von Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz, die Aneignung der persönlichen Eßgeschichte, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Frauenbild in unserer Gesellschaft sowie die Entwicklung sinnvoller Perspektiven für den weiteren Ungang mit den Eßproblemen. Mit Wahrnehmungsübungen, Gespräch, Tanz und kreativen Medien soll herausgefunden werden, was Eseen für die betroffenen Frauen bedeutet, welcher Mangel sich hinter Eßproblemen verbirgt und welche Möglichkeiten Frauen haben, ihre körperlichen und seelischen Bedürfnisse in ihrer Vielfalt zu spüren, anzunehmen und zu befriedigen. Information und Anmeldung: Tel. 0441/776001
Mit den Themen Konzentrationsstörungen, Gedächtnismangel, Stress und Zeitmanagement im beruflichen und privaten Alltag beschäftigt sich die gemeinnützige Akademie für Weiterbildung e.V. im Rahmen ihrer über 200 Bildungsurlaube im In- und Ausland.
"Wahrnehmung, Konzentration und Gedächtnis" heißt die Devise eines Bildungsurlaubs im Sauerland. Unter der sachkundigen Anleitung eines Diplompsychologen können hier eigene Energiereserven entdeckt und freigelegt werden.
Dem Abbau von Stress und Stressfolgen widmet sich der Kurs "Stress am Arbeitsplatz", der die persönlichen und beruflichen Belastungssituationen berücksichtigt und meistern hilft. Und wer unter Zeitmangel leidet, findet wichtige Anregungen über den optimalen Umgang der zur Verfügung stehenden Zeit in "Zeitmanagement und Arbeitsorganisat ion". Diese Kurse werden auch im Elsaß oder am Gardasee angeboten.
Darüberhinaus finden in den Bereichen Fremdsprachen, \kologie, Landeskunde und PC viele weitere Bildungsurlaube in Italien, Frankreich, Spanien, Malta, Griechenland u.a. statt.
Mehr darüber erfahren kann man in der Seminarübersicht, anzufordern unter Tel. 0130-841148 oder Akademie für Weiterbildung e.V., Postfach 1123, 26122 Oldenburg.
Wir suchen Leute, die Interesse haben, für einen Reader, der Kinderprostitution, Kinderpornographie im Kontext anderer Gewalt- und Herrschaftsverhältnisse (Patriarchat, Staat, Kleinfamilie u.a.) thematisiert, einen Text zu schreiben bzw. sich an der inhaltlichen Ausgestaltung zu beteiliegen. Der Reader soll darüber hinaus Grundlageninformationen liefern, Quellenhinweise, Kontaktadressen u.a.. Falls ihr hier irgendwelche Informationen habt, die für uns interessant sein könnten, schickt sie uns bitte auch zu.
Wir sind eine Gruppe von 3 Personen, die zum Teil seit längerer Zeit gegen Patriarchat und Sexismus, gegen patriarchale Gewalt arbeiten. Wir stehen ansonsten antiimperialistischen und anarchistischen Gruppen nahe. Vor ca. 1 Jahr haben wir uns als Schwerpunkt die Arbeit gegen Kinderprostitution und Kinderpornographie im Zusammenhang mit Sexismus gesetzt. Dabei haben wir nach Ansätzen gesucht, dieses Thema nicht ausgelagert aus unserem persönlichen Alltag anzugehen. Deshalb wollen wir primaär die Zusammenhänge hier in der BRD thematisieren.
Wir wollen das Thema in den allgemeinen Kontext anderer Herrschaftsverhältnisse einbetten, um so von der Ebene reinen Betroffenheitshandeln hin zu konkreten politischen Forderungen zu kommen.
Ein Grundproblem, das sich für uns immer wieder stellt, ist, daß auf gesetzgeberische r Ebene gerade auch die Parteien (z.B. CSU) und gesellschaftlichen Organisationen (z.B. katholische Kirche) im Bereich der Auseinandersetzung mit Kinderprostitution aktiv werden, die auf anderen Ebenen gerade die exponiertesten Vertreter sexistischer und patriarchaler Politik sind. Teilweise wird hier, z.B. auch von der Bundesprüfstell e, die Möglichkeit gesehen, auf einer neuen Ebene eine rigide und herrschaftsförmige Sexualmoral, d.h. auch sexistische, zur allgemeinen, auch rechtsverbindlichen Norm zu erhaben. Gerade deshalb halten wir eine genauere Analyse für unverzichtbar.
Weitere Informationen schicken wir auf Anfrage zu - AK gegen Kinderprostitution c/o AStA Uni Hannover, Am Welfengarten 1, 30167 Hannover, Tel. +49-511-4582215 (Christine)
Auf der Verkehrsausschußsitzung vom 19.10. erläuterte der VWG-Vertreter Peter Winter die Vorstellungen der VWG zum geplanten Neubau der BBS IV im Dietrichsfeld. Sie könne sich eine Verlängerung der Linie 4 vom Brook vorbei an der neuen BBS zur Ammerländer Heerstraße gut vorstellen. Dazu müsse, sagte Herr Winter, eine Busschleuse eingerichtet werden, damit kein Individualverkehr die Strecke als Verbindung nutzen kann. Die Frage, wie die Linie 4 weitergeführt werden könnte, wies er damit zurück, daß dieses noch nicht geklärt sei, brachte aber das Beispiel, die Linie 10 am Famila-Markt enden zu lassen, sie sei sowieso zu lang. Nach Wehnen solle stattdessen die 4 fahren. Das würde bedeuten, daß OfenerInnen einen großen Umweg fahren müßten und die Linie 4 länger wäre als die heutige 10. Aber weshalb nicht beide Linien nach Ofen fahren lassen, denn dann könnten Bürgerfelder direkt nach Ofen fahren.
Nach fast zweijähriger Pause nimmt die Pestizidberatungsstelle des Fachbereichs Biologie der Uni ihre Beratungen wieder auf. Pestizide sind bekanntlich auch in Innenräumen problematisch. Anfragen sind entweder schriftlich oder dienstags oder donnerstags telefonisch unter 798-3777 an die Beratungsstelle zu richten.
In der zweiten Jahreshälfte soll an der kritischen Autobahnausfahrt Wechloy eine Ampel errichtet werden. Dieses gehe aus einem Schriftwechsel der Stadt mit dem Straßenbauamt Oldenburg-Ost hervor, berichtete Walter Ramin auf der Verkehrsausschußsitzung vom 19.10.
Der letzte Stachel war nicht so vollständig wie wir's gern gehabt hätten. Uns war vom stundenlangen Rotieren so schwindelig, daß wir glatt einen Text vergaßen und einen Artikel auch noch unsachgemäß kürzten.
Hätte unser Setzer noch mit seinen müden Augen auf die Liste mit den getippten Texten geschaut, hätte er gemerkt, daß der Kurzbericht über Gorleben fehlte. Der Verfasser kam extra vorbei um ihn zu tippen, damit er noch rein kommt. Es tut uns leid, möge der Setzer 12600 km weit im Boden versinken und eine Postkarte aus Neuseeland schicken.
Trotz Gestauche und Gequetsche fanden wir leider keinen Platz mehr für die Unterschriftenliste für die Karlstraße 14a. Auch das tut uns leid. Wir hofften mit dem Einsenden von Postkarten einen kleinen Ersatz zu schaffen, doch das war wohl keine so gute Idee.
Wer jedoch glaubt, beim Zitat des Monats hätte sich ein Tippfehler eingeschlichen, der irrt (Tippfehler schleichen nicht, sie tippeln). Daß in dem Wort "Schmiezettel" kein "r" vor dem "z" auftaucht, geht auf eine Störung in der Telefonleitung zurück. Der Redakteur wollte partout nur das abdrucken lassen, was er wirklich gehört hatte.
Ab nächstes Jahr werden keine Papierbündel mehr von der Stadt eingesammelt. Dieses beschloß der Rat mit zwei Gegenstimmen am 17.10.. Reinhold Kühnrich (Olli) kritisierte, daß schon nach einem Jahr der Versuch für gescheitert erklärt werde, zumal es in Nachbargemeinden, z.B. Delmenhorst, üblich sei, Papier und Glas vor der Haustür abzuholen. Heidemarie Tauchert (SPD) verwies auf das dichte Containernetz. Für 830 Einwohner stünde einer der insgesamt 178 Papiercontainer zur Verfügung. Der Anteil der Papierbündel am gesammelten Altpapieraufkommen betrüge "nur" 7,4% (= ca. 840t/Jahr). Auch der kräftige Michael Thielemeyer (Grüne) will sein Altpapier in den Container werfen, wenn er sein Altglas wegbringt. Ob die 78jährige Dame auch noch kiloweise Tageszeitung und Werbezettel zur Sammelstelle schleppt, wenn sie Einkaufen geht?
Der Kabarettist Dietrich Kittner hatte Recht. Oldenburg wird plattgemacht und zugeteert für die Expo2000. Der Grund: Es werden dringend P+R-Plätze benötigt. Dieses bestätigte am 19.10. der stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK, Günter König, im Autoverkehrsausschuß, wo er sich fünf neue Parkhäuser (zu Weihnachten) wünschte. Auch der Oldenburger Stern steht ganz oben auf seinem Wunschzettel. Also, nicht wundern, wenn demnächst die Ofener Straße achtspurig, und der Tebkengang sechsspurig ausgebaut werden, um Petersfehn I an den Bahnhof anzubinden.
Der Finanzausschuß will die ersten Vorbereitungen für den Bau des Oldenburger Stern (siehe Stachel 9/94) treffen. Er bewilligte gegen die Stimme der Grünen 300000DM für den Erwerb eines Grundstücks in Verlängerung der Karlstraße und 220000DM für den Abriß der Gebäude und Bauvorbereitungen. Die Bauvorbereitung sei wichtig, so Oberstadtdirektor Wandscher, weil die Bezirksregierung vorab mündlich mitgeteilt habe, daß ein Baubeginn in diesem Jahr eine der Voraussetzung für die Förderung nach dem Gemeindeverkehrswege-Finanzierungsgesetz (GVFG) sei. Der Oldenburger Stern steht an oberster Priorität der GVFG-Förderungsliste der Stadt (Rat 18.7.94).
Es ist zu erwarten, daß die Genehmigung des Bauprojektes sehr schnell durchgezogen wird und nur wenige Wochen Einspruchsfrist nach dem Bebauungsplan-Beschluß bleiben. Es wäre wünschenswert, wenn es Info-Veranstaltungen dazu gäbe. Die Grünen werden das Thema am 14.11. in ihrer Montagsrunde (i.d. Donnerschweer) behandeln.
An der Carl-von-Ossietzky Universität hat sich die Gruene Hochschulgruppe (GHG) gegründet. Ihr Debüt gibt sie am Montag, 12.12., im Alten Gymnasium (AGO) in festlichem Rahmen. Sprechen wird Prof. Daxner zur hochschulpolitischen Situation & Ingo Harms zur Lage Notwendigkeit ökologischer Bildung insbesondere am Beispiel der Forschung regenerativer Energiequellen.
Die Aktion Radarkontrollen mit Ansagen im Bezirk Weser-Ems ist gescheitert. Das hat jetzt eine Auswertung der Polizei in Oldenburg ergeben. Insgesamt ist die Zahl der Raser an den Kontrollstellen nur um ca. 1% gesunken. Die Polizei wird die Aktion deshalb einstellen.
Nach zehn Jahren Piraterie sendet Niedersachsens berühmtester Pfarrer jetzt legal. Zwei Stunden täglich darf Jan van der Brule jetzt Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen senden. Möglich wurde das durch die Novellierung des Landesrundfunkgesetzes in Niedersachsen. Allerdings ist die Reichweite sehr gering. Der Sender umfaßt noch nicht einmal die Gesamt-Duderstadt, sondern nur den Stadtteil Breitenberg.
Mit großer Spannung wird bei den niedersächsischen Radioinitiativen der 28.11. erwartet. Dann soll von der niedersäschischen Landesmedienanstalt (NLM) bekanntgegeben werden, in welchen Regionen Lokalfunk zugelassen werden soll. Sollte Oldenburg zu den glücklichen Orten gehören, ist noch weiterhin offen, welcher Initiative die Frequenz (106,5MHz) zugesprochen wird.
Offenheit signalisiert die Initiative Radio Oldenburg allen, die Lust haben, einen Lokalradiosender mit aufzubauen. Es gibt regelmäßige Treffen. Weitere Information gibt es unter Tel: 0441/2488247
In der süditalienischen Stadt Bari sind erste Cholerafälle aufgetreten. Die Erkrankten haben rohen Fisch bzw. rohe Meeresfrüchte gegessen. Es wird angenommen, daß die Choleraerreger aus Albanien eingeschleppt wurden. Obwohl das Gesundheitsministerium eine Epidemie ausschließt, hat sie den Verzehr vom Fischprodukten, sowie den Transport und Verkauf von Meerwasser untersagt.
Nach Ansicht von Sportmedizinern bewegen sich die meisten Menschen viel zu wenig. Deshalb sollten Häuser erst ab dem 10. Stockwerk mit Fahrstühlen ausgestattet werden. Denn schon mehrmaliges Treppensteigen ist für die Gesundheit förderlich.
In Hamburg soll der Buß- und Bettag gestrichen werden. Das soll demnächst auf der Senatssitzung beschlossen werden. Eine Mehrheit für diesen Beschluß gibt es bereits.
Greenpeace rät vom Kauf des neün Polos ab. VW habe jetzt die Mögichkeit gehabt, mit einer völlig neu aufgelegen Kleinwagenserie Zeichen zu setzen und die Verbrauchseckwerte für die nächsten 5 Jahre festzulegen. Nach Meinung von Greenpeace sei die Entwicklung sogar eher in die entgegengesetzte Richtung gegangen (Gewicht rauf, Verbrauch rauf). Das Gerede vom Ökoauto spiegelt nicht die wirklichen Firmenziele wieder, sondern sei nur Werbestrategie.
Die Zahl der Seehunde im schleswig-holsteinischen Wattenmeer hat sich weiter stabilisiert. Die Kieler Umweltministerin Edda Müller sagte, in diesem Jahr seien 3266 erwachsene Seehunde und 620 Jungtiere gezählt worden. Zwar sei die Zahl von 3285 im Jahr 1993 leicht zurückgegangen. Das könne aber mit der im niedersächsischen Wattenmeer festgestellten Bestandszunahme von 2482 auf 3111 Tiere zusammenhängen. Wanderungen seien bei Seehunden üblich. Vor dem großen Seehundsterben 1988 waren im schleswig-holsteinschen Wattenmeer 4600 Tiere gezählt worden.
Der Hammer des Monats wird regelmäßig von der Zeitschrift Natur für den Größten Anzunehmenden Unfall in Sachen Lanswirtschaft verliehen. Diesmal ging der unrühmliche Preis an die Hollandtomate aus dem Gewächshaus, die in einer Mischung aus Schaumstoff, Nährflüßigkeit und Holzspänen wächst. Die Holländer sehen das natürlich ganz anders. Die Tomate schmecke vorzüglich und die Deutschen wissen nur nicht wie man sie lagern und zubereiten muß.
Diesen Feiertag wird es wahrscheinlich in Zukunft nicht mehr geben. In Hamburg hat die Bürgerschaft der Abschaffung zugestimmt. In Niedersachsen wurde der Vorschlag auch schon gemacht, die Abstimmung steht noch aus.
Auf den Philippinen wurde eine neue, gentechnisch manipulierte Reissorte entwickelt. Die neue Sorte soll resistenter gegen Trockenheit sein und den Ertrag um 25% steigern. Dieser Reis soll es auch ermöglichen, daß mehr Reispflänzchen auf dem gleichen Raum leben können und alle Ähren Fruchtstände tragen. Im Augenblick scheitert es noch an der fehlenden Resistenz gegen Pflanzenkrankheiten. Die Wissenschaftler am internationalen Reisforschungsinstitut sind zuversichtlich, daß sie die Gene noch soweit verändern, daß das Ziel erreicht ist. In 5 Jahren soll die neue Reissorte auf die Felder gebracht werden.
Zu diesem Ergebnis ist man jetzt in Hamburg gekommen. Schon vor langer Zeit hat die Gefängnisleitung von Santa Fu versucht die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Die den Antrag bearbeitende Kommission - der Stadt - war aber einhellig der Meinugn, daß die bisherigen Sicherheitsvorkehrungen reichen. Daß das ein Trugschluß war, konnte man vor einigen Wochen erleben.
In den USA werden die ersten klinischen Tests mit der umstrittenen Abtreibungspille RU 486 gemacht. Bis zum Frühjahr soll der Einsatz an 2100 Amerikanerinnen in 20 Krankenhäusern erprobt werden. Nach Aussagen der amerikanischen Vertreiberfirma rechne man damit, daß die Pille ab '96 auf dem Markt sei. Bisher ist sie nur in Frankreich, Groß Britannien und Schweden zugelassen.
... aber auf der elektronischen - das ist umweltschonender. Der Stachel ist über die Norddeutsche Datenautobahn (NDA) zu erreichen (siehe Stachel 10/94) und wahrscheinlich demnächst auch in ihr vertreten. Das stand zu Redaktionsschluß noch nicht ganz fest. Damit zeigt dieses Magazin mal wieder wie zukunftsweisend es ist.
Die NDA ist ein Rechnerverbund im norddeutschen Raum, der Firmen und Kunden ein Kommunikationsforum bieten soll. Bisher sind z.B. eine Kieler Teehanslung, der SPIEGEL und die GEO vertreten. Demnächst vielleicht auch der Stachel? In der NDA kan auch Werbung erscheinen und damit wird es gerade für unsere Werbekunden interessant, denn die das Verbreitungsgebiet und die Leserschaft wird dadurch enorm erweitert.
Näheres ist dazu in der Rekdaktion zu erfahren oder beim POP Nordwest, Tel: 04406/929966.
Am 14.10.94 wurde in Wechloy das Gebäude des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität übergeben. Nach dreijähriger Bauzeit ist es jetzt fertiggestellt. Damit hat die Meeresforschung in Niedersachsen ein neues Zuhause. In Zusammenarbeit mit Terramare (Wilhelmshaven) sollen Probleme der Geochemie, Mikrobiologie und Physik des Meeres erforscht werden. Aufkommender Optimismus wurde von Frau Schuchard gleich weider gedämpft, denn es muß gespart werden. Der Schwerpunkt von ICBM soll in der Belastung und dem Schutz des Wattenmeeres liegen.
Italien, Bahri. In der italienischen Hafenstadt Bahri sind erneut Cholerafälle aufgetreten. Es wird vor dem Verzehr von rohem Fisch und rohen Meeresfrüchten gewarnt. Eine Epidemie werde jedoch ausgeschlossen. Das dortige Gesundheitsamt nimmt an, daß die Choleraerreger aus Albanien eingeschleppt wurden. Der Verkauf und Transport von Meerwasser wurde verboten.
In Kurdistan ist Cholera schon vor mehreren Monaten ausgebrochen. Das lag an der Politik der türkischen Regierung, die nämlich die Wasser- Strom- und sonstige Versorgung so weit sie eben konnte abgestellt hatte. Möglicherweise ist die Cholera von dort über Rumänien (wo sie auch aufgetreten ist) nach Italien gekommen.
In Cloppenburg wurde jetzt eine Kompostierungsanlage eingeweiht. Das Werk soll 12t Biomüll in 7-10 Tagen zu Dünger verarbeiten. Bis auf die Aussortierung von Plastik läuft alles automatisch ab. Viele Bürger packen den Biomüll noch extra in Plastiktüten ein, Zeitungspapier wäre besser und ganz ohne am besten. Mittels einer Klimakammer entsteht praktisch keine Geruchsgelästigung. Die Kammer wird zwangsbelüftet und die austretende Luft in einem Biofilter gereinig und desodoriert.
Wie ein Schlag vor den Kopf muß es Stattradio Göttingen vorgekommen sein. Vom 28. bis 30. Oktober waren sie im Rahmen einer Verbrauchermesse auf Sendung. In letzter Sekunde untersagte der Leiter der Landesmedienzentrale der Telekom, die Sendung auch in das Kabelnetz von Göttingen einzuspeisen. Die Anstalt behaupte, daß das Sendegebiet eines Veranstaltungsfunkes nur auf die Veranstaltung selbst beschränkt sein dürfe. Das ist ziemlich unsinnig, denn wer läuft schon mit einem Radioauf der Veranstaltung herum.
Ohne weiteren Fortschritt im vorsorgenden Grundwasserschutz ist das Trinkwasser in Deutschland erheblich gefährdet. Das geht aus einem Bericht hervor, den der Forschungsausschuß des Bundestages in Auftrag gegeben hat. Gerade oberflächennahes Grundwasser sei fast flächendeckend großen Belastungen ausgesetzt.
Politiker von SPD und CDU haben erneut ein Gesetz für den Schutz von Nichtrauchern gefordert. Der drogenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Saür, verlange ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz und auf allen Inlandsflügen. Frau Mattheus-Meyer von der SPD geht noch einen Schritt weiter und fordert in allen größeren Gaststätten und Restaurants Raucher und Nichtraucherzonen einzurichten.
Vor zu hohen Telefonrechnungen schütze auch der Einzelverbindungsnachweis der Telekom nicht, warnt die bundesweite Interessengemeinschaft gegen überhöhte Telefonrechnungen. Die Telekom scheint sich auch zu sagen: "Traue nie der Telekom!", denn trotz aufgelisteter Telefonate muß der Kunde beweisen, daß er die Gespräche nicht geführt habe. Das ist aber unmöglich. Stattdesen sollte weit mehr von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, den Anschluß für Auslandsgespräche zu sperren, so ein Sprecher der Gemeinschaft.
Russische Atomreaktoren operieren seit dem Zusammenbruch der Sowjetunioun praktisch ohne jegliche Kontrolle. Atommüll werde im Freien gelagert und niemand weiß wo und wieviel. Atomtransporte finden ohne Sicherheitsbestimmungen statt. In vielen Atomkraftwerken seien vermehrt Störungen durch grobe Bedienungsfehler aufgetreten. Das Risiko eines schweren Reaktorunfalls werde ständig größer. Das verlautete jetzt aus der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien.
Ab sofort befindet sich das Büro der Aktion Arbeitslosen-Abgabe Oldenburg e.V. in der Gottorpstr. 22, Tel. Nr. 9256240. Die Aktion besteht seit nunmehr zehn Jahren und hat, von der \ffentlichkeit nahezu unbemerkt, Projekte wie die Arbeitslosenwerkstatt (jetzt DONNA 45) oder den Sozialen Wirtschaftsbetrieb mit ins Leben gerufen.
Die Zielsetzung des Vereins am Rande der evangelischen Landeskirche besteht darin, Selbsthilfeprojekte von Arbeitslosen im Weser-Ems-Gebiet zu unterstützen.
Zu diesem Zweck ruft sie Beschäftigte dazu auf, einen Teil ihres Gehaltes in Form von Spenden oder Mitgliedsbeiträgen abzugeben.
Am 29. September war Eröffnungsfete: ein voller Erfolg! Zeitweise waren alle Stühle besetzt, die Stimmung war gut. So wird es dann das Cafe Quox auch künftig geben: jeden Donnerstag von 18 bis 23 Uhr. Daß es den Quox-Leuten nicht um einen herkömmlichen Cafebetrieb geht, versteht sich von selbst. Vielmehr soll sich ihr Cafe zu einem Treff- und Brennpunkt all derer entwickeln, die keine bzw. eine beschissene Arbeit haben, die sich mit arroganten BürokratInnen im Arbeitsamt oder Sozialamt rumscheren müssen, denen es schon lange reicht und die mit ihrem Frust und ihrer Wut nicht mehr alleine sein wollen - kurzum: das cafe Quocx wird, wenn die nächsten Donnerstage so werden wie der letzte, zu dem Ort, an dem mensch sich vergnügen und Gleichgesinnte treffen kann, wo mensch sich kennenlernt, austauscht und u.U. gemeinsame Aktionen plant. Übrigens: die Getränkepreise sind niedrig, und mindestens einmal im Monat gibt's einen Film umsonst!
Der Popkurs 95 der Hamburger Hochschule für Musik und Theater bietet Weiterbildung für Künstler aus den Bereichen Rock/Pop-Jazz- Performance-Dance in zwei dreiwöchigen Intensivkursen im März und August 1995. MusikerInnen, die teilnehmen wollen, müssen sich mit einer Demo-Cassette und Bewerbungsunterlagen bei der Hochschule - Kontaktstudiengang Popularmusik - Harvestehuder Weg 12 - 20148 Hamburg bewerben oder sich unter Tel. 040/44 195 574 erkundigen. Der Workshop mündet in ein Abschlußkonzert am 24.8. im Schmidts Tivoli auf der Reeperbahn.
Die Teststrecke wird Mercedes Benz aber nicht in unternehmensrechtlichem Sinn gehören. Es wird ein eigenständiges betriebswirtschaftlich geführtes Unternehmen sein. Das hat weitreichende Folgen für die Beschäftigten, die (noch) aus der Region kommen sollen. Es gelten dann nämlich auch nicht die Mercedes Benz Tarifverträge aus Stuttgart. Das Lohnniveau kann gnadenlos der Region angepaßt werden. Und da Ostfriesland mit hoher Arbeitslosigkeit gestraft ist, wird das natürlich viel niedriger ausfallen als in Stuttgart.
Das Frauenbildungshauses Osteresch möchte einige Termine bekanntgeben:
Was hat mein Leben mit Auschwitz zu tun? Mit Bewegung, Meditation, Phantasie-Reisen und Rollenspielen erfahr- bar und mitteil-bar machen, was es bedeutet, in Deutschland nach Auschwitz als Deutsche zu leben. 25.- 27.11.
Schreibwerkstatt. "... wie ich gesagt habe, daß ein Frau, die schreibt, durch ihre Mütter zurückdenkt." 27.11.-2.12.
Rhythmus und Improvisation. Spiel auf Trommeln und anderen Percussioninstrumenten. 4.-9.12.
Eisen im Feuer - Kunst aus dem Feuer - Metallgestaltung mit Schmieden und Schweißen. 11.-16.12.
Endlich authentisch? Selbstbehauptungstraini ng. 18.-23.12.
Astrologie zwischen den Jahren - Rückblick und Vorausschau. 19.-26.12.
Wir sind Freundinnen - Wir lieben uns! Ein Seminar für Mädchen und junge Frauen von 17- 21 Jahren. 29.12.-3.1.
New Dance und Musik. 3.-8.1.
Wenn Frauen Frauen lieben. 8.-13.1.
Die Lüge vom Mißbrauch mit dem Mißbrauch. Warum versucht wird, das Thema sexuelle Gewalt an Mädchen (Jungen) und seine Aufdeckung wieder hinter die Mauern des (Ver)Schweigens zu zwingen. 13.-15.1.
Frauen schreiben ihre Biographie. 15.- 19.1.
Ich flieg auf dich ... - Akrobatik & Jonglieren. 22.-27.1.
Aller Ärger - Allergie - alle Energie. 3.- 5.2.
Aus Nutzeisen Nutzobjekte schweißen. 5.- 10.2.
Mein Rücken beschwert sich. Zusammenhänge zwischen Rückenbeschwerden und psychischen Ursachen. 10.-12.2.
Buchführungsseminar. Für Frauen, die in gemeinnützigen Vereinen die Buchführung machen wollen. 12.-17.2.
Wenn Frauen ihre Sehnsüchte in sich hineinfressen - Eßstörung als Folge von Grenzverletzungen. 19.-24.2.
Wer nähere Informationen wünscht oder sich anmelden will, wende sich an das Frauenferien- und Bildungshaus Osteresch e.V., Zum Osteresch 1, 48496 Hopsten- Schale, Tel: 05457/1513