Entgegen der Hoffnung einiger PolitikerInnen lösen wir uns noch immer nicht auf - im Genenteil, wir werden sogar mehr!"Entgegen der Hoffnung einiger PolitikerInnen l"sen wir uns noch immer nicht auf - im Genenteil, wir werden sogar mehr!"Entgegen der Hoffnung einiger PolitikerInnen l"sen wir uns noch immer nicht auf - im Genenteil, wir werden sogar mehr!
Für mich ist dieser ,Kampf um einen Wagenplatz" längst mehr geworden, als ein ,Kampf um Wohnraum", denn das Projekt Wagenburg liegt außerhalb der anerkannten Gesellschaftsnormen. Deshalb wird fast alles getan, damit wir wieder ,Vernunft" annehmen und in ,normale" Wohnungen ziehen.
Auf der anderen Seite gibt es jedoch den Ratsbeschluß vom 16.5.94 (der Stadtrat weist die Stadtverwaltung an, der Wagenburg einen Platz zur Verfügung zu stellen), denn was in anderen Städten legal ist oder geduldet wird muß ja in Oldenburg auch gehen (es gibt über 70 Wagenplätze in Deutschland). So wird die Fassade der progressiv-toleranten Stadt Oldenburg gehalten und auch die PolitikerInnen verstecken sich dahinter: ,Wir haben doch alles getan, was wir konnten - aber die Verwaltung..."
Nun zu den ,Druckmitteln", die auf uns angewandt werden.
Zunächst einamal sind unsere Wohnungen weg. Das heißt, wir müssen seit April bei FreundInnen unterschlüpfen und haben während dieser Zeit keinen ,eigenen" Rückzuugsraum. Aber die Wagen sind nicht ,nur" weg, sie werden mit endlosen Kosten beladen. um es uns unmöglich zu machen, sie wieder ,auszulösen".
Zur Erinnerung: die ,Geklauten" Wagen stehen in einer halben Halle des Abschleppunternehmers westerburg. Die Kosten belaufen sich inzwischen auf 10 000 DM. Die Hallenmiete beträgt monatlich 2400 DM, das heißt 11,50 täglich pro Wagen. Wir haben ein durchschnittliches Einkommen von 500 DM pro Monat...Konkret heißt das wohl, daß wir unsere Wagen nicht wiedersehen sollen. Die Parallele zum Wagenplatz in Köln liegt auf der Hand - auch sie sahen ihre Wagen nie wieder, weil sie gleich zerstört wurden - aber die ,Überteuerungslösung" ist besser fürs Oldenburger Image.
Das zweite Druckmittel ist die Prozessflut gegen uns und unsere UnterstützerInnen. Da gibt es Bußgeldverfahren, weil wir den Verkehr vor dem heiligen Rathaus mithilfe unserer Mahnwache gestört hätten; als wir dennoch nicht gingen, gab es die ,Cafeï-Terrassen-Genehmigungen", die von den Cafeï-BesitzerInnen seit ca. zwei Jahren beantragt wurden, wo ich schon lustige Lkw-Staus beobachtet habe.
Da gibt es Strafverfahren und nicht zu vergessen Ermittlungsverfahren...
Die stets negative Berichterstattung und die ständigen Polizeieinsätze runden das Bild von den ,bösen, chaotischen und dreckigen Wagenmenschen" ab. All diese verschiedenen Punkte - und das nicht nur in Bezug auf Wagenburg-Politik - lassen ,unsere" Demokratie zur Demokratur werden.
Obwohl unsere Perspektiven zur Zeit eher negativ sind, werden wir noch lange nicht aufgeben.
Wir haben noch viele kreative Ideen und wir bleiben bei unseren Forderungen:
- Sofortige, unentgeltliche Herausgabe der Wagen
- Sofortige Zur-Verfügung-Stellung eines für uns geeignenten Platzes
- Schluß mit der Kriminalisierung selbstbestimmter Lebensformen
- sofortige Einstellung sämtlicher Verfahren gegen die WagenbewohnerInnen und ihrer UnterstützerInnen
Meiner Meinung nach brauchen wir mehr öffentliche Reaktionen, beispielsweise von StachelleserInnen!!!
Deshalb die Bitte, unterstützt uns:
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Spendenkonto: C.Böttcher, Kntnr.0023 103807, Blz 280 501 00, LZO, Stichwort: Prozesskosten