Kurdischer Roter Halbmond
DRINGENDER HILFERUF
Menschliche Tragödie in Kurdistan: Zwangsweise Vertreibung des kurdischen Volkes
Vor noch nicht allzu langer Zeit waren hunderttausende Kurden und Kurdinnen vor den Greueltaten des Saddam-Regimes aus Süd-Kurdistan nach Nord-Kurdistan (Türkei) geflohen. Heute sind große Teile der kurdischen Zivilbevölkerung wieder auf der Flucht. Dieses Mal fliehen viele Menschen in die umgekehrte Richtung, sie fliehen vor den grausamen und menschenverachtenden Angriffen der türkischen Armee und suchen Schutz in Süd-Kurdistan.
Seit März des Jahres sind etwa 35000 Menschen vor den ständigen militärischen Angriffen der türkischen Armee zu Land und aus der Luft aus dem Botan-Gebiet über die Grenze nach Süd-Kurdistan geflohen. Selbst die Fluchtwege in den Bergen von Sineth und Zerkan und die Zufluchtsorte in Süd-Kurdistan werden vom türkischen Militär unter Beschuß genommen, so daß eine noch unbekannte Zahl von Flüchtlingen verletzt oder getötet wurde.
Hindernislos kann die Türkei ihre Politik der ,verbrannten Erde" betreiben; sie konnte in den letzten beiden Jahren über tausend Dörfer dem Erdboden gleichmachen; allein seit Anfang Mai d.J. wurden über 70 Dörfer zerstört. Duch diese Vertreibungspolitik des türkischen Staates wurden fast zwei Millionen Menschen zu ,Inlandsflüchtlingen". Die Türkei kann unter dem Deckmantel des Schweigens der Völkergemeinschaft ungehindert den Völkermord am kurdischen Volk fortsetzen.
Die nach Süd-Kurdistan Geflohenen kommen hauptsächlicgh aus Dörfern um Cukurca, Uludere, Sirnak, Eruh, Siiert, Beytussebab und Cizre. Ihre Dörfer wurden durch Bombardierungen der türkischen Armee zum größten Teil völlig zerstört. Jetzt halten sich die Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Verhältnissen in den Städten Duhok, Zakho und Derkar und in den Dörfern Tilkeber, Hazawe, Direh, Cimeh und Darozan (Süd-Kurdistan) auf.
Bislang werden die Flüchtlinge nur sehr unzureichend versorgt. HEYVA SOR A KURDISTANÒ ruft alle hilfsbereiten Menschen auf, den Flüchtlingen zu helfen. In Anbetracht ihrer äußerst schwierigen Lage, ist schnelles Handeln geboten.
Spenden können auf das Konto von HEYVA SOR A KURDISTANÒ ,Stichwort Flüchtlinge Süd-Kurdistan"
Konto Nr. Sparkasse Bochum Kto. 44 00 453 (BLZ 439 500 01)
Informationen über die Arbeit von HEYVA SOR können in Oldenburg über I. Lechleitner/R.H. Kühnrich, Am Festungsgraben 10, 26135 Oldenburg, bezogen werden.