Oldenburger STACHEL Ausgabe 9/02     Seite 11
 
Aktuelles
Archiv
2003
2002
Dezember (240)
November (239)
Oktober (238)
September (237)
August (236)
Juni (235)
Mai (234)
April (233)
März (232)
Februar (231)
Januar (230)
2001
2000
1999
1998
1997
1996
1995
1994
UHN
Service
Wir über uns
Impressum
Kontakt
 
Inhalt dieser Ausgabe
 

Die Themen:


Arbeiten und Leben

Arbeit und Leben sowie Dehoga Niedersachsen führen das EU-Projekt Gastro21 zur Qualifizierung der Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie durch. Info: Tel. 0511,49507-16 oder http://www.arbeitundleben.de


Dicke Demo

Die Demonstration für ein soziales Oldenburg und gegen die Streichungen im Sozialbereich war ein voller Erfolg mit mehr als 1500 TeilnehmerInnen. Wer die Hauptrede und weitere Texte nachlesen möchte, kann sich bei

http://www.also-zentrum.de/ durchklicken oder mit

http://www.also-zentrum.de/streich/demo/rede.htm die Rede und einige Fotos gleich direkt aufrufen. Auch sonst sind die Seiten interessant und hilfreich. Wer nicht mit einer solchen Strahlenschüssel arbeitet: Auf zur ALSO, Kaiserstr. 19, Tel. OL-16313


"Vernichten und
heilen"

Klaus Dörner und Angelika Ebbinghaus stellen ihr Buch über die Medizin im 3. Reich vor.

Die Medizin im 3. Reich ist ein Kapitel der deutschen Geschichte, das trotz zahlreicher Studien über die NS-Euthanasie, über die KZ-Medizin, die "Arisierung" der jüdischen Ärzteschaft und andere Exzesse keineswegs als bewältigt gelten kann.

Bekanntlich strengten die Alliierten nach dem ersten Nürnberger Prozeß ein zweites Verfahren an, um führende deutsche Mediziner auf die Anklagebank zu setzen. Die Akten des Nürnberger Ärzteprozesses blieben lange Zeit unerschlossen. Erst durch die Initiative Professor Klaus Dörners, Psychiater und Historiker, liegen diese historischen Quellen nun übersetzt und gedruckt vor, für Publikum und Fachwelt gleichermaßen eine beeindruckende und aufschlußreiche Lektüre. Parallel dazu erschien der Sammelband "Vernichten und Heilen. Der Nürnberger Ärzteprozeß und seine Folgen."*).

Diese Bücher werden im Oktober in Oldenburg vorgestellt:

Di., 8.10. 2002, 19.30 Uhr in der Aula der Cäcilienschule: Angelika Ebbinghaus spricht zur Medizin im 3. Reich.

Di., 22.10. 2002, 19.30 Uhr PFL: Klaus Dörner spricht über den Dokumentenband zur Medizin im 3. Reich.

Di., 29.10. 2002, 19.30 Uhr PFL: Ingo Harms liest aus neueren Untersuchungen über die NS-Medizin in Oldenburg.

(voraussichtlich) Di., 15. 10. 2002: Spielfilm "Ich klage an", NS-Propagandafilm zur Euthanasie, mit anschließender Diskussion, (vorraussichtlich) im Casablanca. Info: OL-2488768, -52333.

Eine Veranstaltungsreihe des Förderverein Internationales Fluchtmuseum e.V.

Für das Geschichtsbewußtsein unserer durch die NS-Euthanasie in Wehnen betroffenen Region kommt der Buchvorstellung in Oldenburg sicherlich eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund tritt der Gedenkkreis Wehnen als Mitorganisatior dieser Veranstaltungsreihe auf.

*) Aufbauverlag, Berlin 2001, 675 S.


Alles nicht so einfach - für wen?

Alle Parteien - na ja, vielleicht bis auf eine, aber mit der möchten die anderen ja nicht - gebärden sich derzeit eigenartig. Eine ignoriert die STACHEL-Redaktion in gewohnt konsequenter Manier. Hier stellt sich nur die Frage, ob das denn so demokratisch ist, wie es im Namen der Partei anklingt, wenn ein bestimmter Teil der Öffentlichkeit einfach nicht informiert wird ...?

Eine andere Partei legt uns durch zugesandte Datenmengen bald den Account lahm - mit nichtssagenden Bildchen. Die dritte Partei sendet uns in großen Mengen regelmäßig schier unleserliche Faxe, daß die Röhre nur so raucht. In denen steht - eigentlich - nichts. Die vierte Partei sendet ebenfalls Faxe - und wieder nützt alles Betteln nichts, uns zu verschonen.

Nr. 3 schreibt uns sogar an, wenn sich eine Pressekonferenz auch nur um zehn Minuten verschieben könnte. Fürwahr fürsorglich, könnte mensch meinen. Doch während der vorangehenden Veranstaltung werden Fragen nicht beantwortet. Später wird erklärt, es komme ja noch die Pressekonferenz, dann stünde man zur Verfügung. Doch die fällt aus.

Nr. 4 wirbt auf Plakaten mit Oldenburger Initiativen zur Diskussion. Doch die wissen gar nichts von ihrem Glück - mit ihrem Namen wird zwar geworben, doch sie sind nicht eingeladen.

Nr. 3 lädt zur Pressekonferenz, um die Wahlkampagne vorzustellen. Der STACHEL kommt. Hätte der STACHEL nicht noch der befreundeten Arbeitslosenzeitung "quer" Bescheid gegeben, bliebe der STACHEL das einzige Medium, das auf die Einladung auch erschienen ist. Die Fragen der "quer" werden brav ausweichend nicht beantwortet. Als der STACHEL fragen möchte, heißt es: "Ich hatte doch gerade Gelegenheit gegeben, Fragen zu stellen".

Nr. 4 hält "Hartz" gar für einen Fortschritt. Fragt sich nur, für wen?

Nr. 3 hat einen Ministerpräsidenten geladen. Der weiß nicht einmal, daß Kindergeld bei Menschen auf Sozialhilfe als "Einkommen" angerechnet wird. Diejenigen, die es am nötigsten brauchen, bekommen lediglich 10 Euro davon. Der Rest des Kindergeldes landet im Stadtsäckel. Schlimmer noch: der Ministerpräsident behauptet fest anderes.

Usw. Usw... Namen gibts beim nächsten Mal, wenn nichts dazwischenkommt.


Infos zur Wahl

gibt es bei den Wahlleitern von Stadt, Land und Bund. In Oldenburg per Tel.: 0441,235-63 zu den üblichen städtischen Zeiten. Wer Zugang zum WorldWideWeb hat: http://www.oldenburg.de/wahl.02/index.html für Oldenburger Informationen. Außerdem: http://www.nls.niedersachsen.de/html/pressemitteilungen1.html#presse3. Dort sind Informationen der Landeswahlleitung abzurufen. Oder: http://www.bundeswahlleiter.de. Vergleichende Informationen gibt es unter http://www.wahl.tagesschau.de. Vgl. auch STACHEL 236 zu Informationen über Wahlboykott.

 

 
  Differenzen zur gedruckten Fassung nicht auszuschließen. Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Siehe auch Impressum dieser Ausgabe und Haupt-Impressum